DJK Unitas Haan Handball Damen

Spielberichte

Quelle: Rheinische Post (31.01.2012)

Unitas siegt mit viel Mühe beim Schlusslicht

VON DOMINIQUE SCHROLLER

HSG Düsseldorf II – SG Unitas Haan/Hildener AT (Frauen) 19:22 (11:9)

Mit einem Erfolgserlebnis kehrten die Unitas-Handballerinnen heim. Beim punktlosen Verbandsliga-Schlusslicht erkämpften sie den ersehnten Sieg. „Die Punkte sind wichtig für uns – ich hatte das Gefühl, die Mannschaft war richtig erleichtert“, berichtete Michael Berger.

In den ersten Minuten sah der Haaner Trainer ein entschlossenes Team, das sich gut auf den Gegner einstellte und sich mit 5:2 (8.) bereits einen Vorsprung erspielte. Doch nach einer Viertelstunde kamen die Gäste aus dem Rhythmus. Die Düsseldorferinnen verkürzten zunächst auf 6:6 und gingen dann sogar mit 9:6 in Führung. Immer wieder prallten in dieser Phase die Würfe der Unitas am Körper der Torhüterin ab. Drei Siebenmeter fanden nicht ins Ziel, und in der Offensive setzten sich die Haanerinnen im Zweikampf immer seltener durch. Die HSG-Reserve witterte die Chance, sich die ersten Punkte in der Liga zu sichern.

Bis zur 40. Minute verteidigten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung. Doch innerhalb von fünf Minuten glich die Unitas den 13:16-Rückstand zum 16:16 aus und gestaltete die Partie anschließend zu ihren Gunsten. Die Haanerinen zeigten nun in der Deckung mehr Entschlossenheit und im Angriff Durchsetzungsvermögen. Lohn war eine 19:16-Führung (52.). In der Schlussphase vermochte die Unitas ihre Überlegenheit auf dem Feld aber nicht effektiv zu nutzen. Überhastete Würfe landeten immer wieder in den Armen der Torhüterin.

„Im Abschluss scheint es noch immer eine große Verunsicherung zu geben“, analysierte Michael Berger. Zugleich lobte der Trainer aber den Kampfgeist. Denn sein Team gab sich nach dem Rückstand nicht auf, sondern arbeitete sich konsequent in die Partie zurück.

„Diesen Schwung können wir hoffentlich mitnehmen in das Heimspiel gegen Kempen. Vielleicht gelingt es uns dann auch, unseren Rhythmus über die gesamte Partie beizubehalten“, blickte Berger schon nach vorne.

Unitas Haan: Petsch, Holz – Wagner (7), Stemmler (5), Gerhard (4), Berger (3), Fechner (1), Fürst (1), Ohner (1), Kowalewski, Zieris, Koschmieder, Engemann.
 

 

Quelle: Rheinische Post (28.01.2012)

Trainer Berger stellt Unitas-Frauen neu auf

VON DOMINIQUE SCHROLLER

HSG Düsseldorf - SG Unitas Haan/Hildener AT (Frauen)

Die Niederlage der Unitas-Handballerinnen beim TuS Wermelskirchen hatte ein Nachspiel. Denn das Training begann mit einer ausführlichen Aufarbeitung. „Wir haben sehr lange über die Fehler gesprochen“, bestätigte Michael Berger. Der Trainer sieht die Ursachen vor allem im mangelnden Einsatzwillen der Haanerinnen. „Wenn die Einstellung nicht stimmt, dann verlieren wir so eine Verbandsliga-Partie.“

Mannschaft und Trainer einigten sich auf taktische Umstellungen, die das Spiel schneller machen sollen. „Das war die Stärke des Teams in der vergangenen Saison. Die meisten Spielerinnen sind noch da und werden das nicht verlernt haben. Also fangen wir gegen Düsseldorf mal anders an und sehen, wie es läuft“, sagt Berger. Der Coach wirkt zunehmend ratlos. Nach wie vor hält er einstudierte Abläufe und klare Konzepte für die richtige Strategie, um in der Liga zu bestehen. Doch auf dem Feld fehlt der Unitas der Mut, die im Training erarbeiteten Systeme erfolgreich umzusetzen. „In der Woche treffen die Mädels und am Wochenende werfen sie die gegnerischen Torhüterinnen warm. Wir stützen uns derzeit zu sehr auf die Halben. Wenn sie einen guten Tag haben, gewinnen wir, zeigen sie Schwächen, können wir nicht mithalten.“

Berger wünscht sich schnellere Reaktionen, besser abgestimmte Laufwege und mehr Treffsicherheit. Er muss jedoch erkennen, dass derzeit das Selbstvertrauen fehlt. „Wir brauchen daher dringend einen überzeugenden Sieg, den wir mit sechs bis acht Toren Unterschied locker herausspielen.“ Der Unitas-Coach hofft, dass sein Team am Sonntag (16 Uhr, Gymnasium Rückertstraße) die Favoritenrolle erfüllt. „Das habe ich aber schon ein paarmal gedacht - und dann kamen nur 80 Prozent Einsatz heraus und das ist zu wenig.“ Dennoch soll sein Team gegen schwächere Gegner zu alten Tugenden finden.

Zu diesen Konkurrenten zählt Michael Berger auch die HSG. „Das ist ein Landesliga-Team, das erst nach und nach in der höheren Klasse ankommt.“ Derzeit sind die Düsseldorferinnen punktloses Schlusslicht. Wenn es nach dem Willen der Haanerinnen geht, soll sich das ausgerechnet jetzt nicht ändern. „Für uns ist das eine Möglichkeit, wieder zum Erfolg zurückzufinden“, betont Berger.Bis auf Marisa Kinschek (Mittelfußbruch) und Torhüterin Brigitta Hölscher steht der gesamte Kader zur Verfügung. Die Startformation will Berger allerdings bewusst ändern. „Bisher hat Elke Wagner angefangen, diesmal beginnen wir aber mit Denise Fechner. Und dieses Prinzip gilt auch für andere Positionen.“

 

 

Die Berichte von den vorherigen Spieltagen finden sich im Archiv, die Berichte der abgelaufenen Saison 2010/2011 im Archiv 2010/2011.

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